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Bodenschutz und Altlastenbehandlung; Beantragung der Zulassung als Sachverständige/r - BayernPortal

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Bodenschutz und Altlastenbehandlung; Beantragung der Zulassung als Sachverständige/r

Für die Untersuchung und Begutachtung von altlastenverdächtigen Flächen, schädlichen Bodenverunreinigungen und Altlasten sowie für die Durchführung von Sanierungsplanungen und -untersuchungen sieht das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) die Einbeziehung von Sachverständigen vor.

Beschreibung

Die Zulassung dieser Sachverständigen nach § 18 BBodSchG erfolgt in Bayern durch das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU).

Eine Sachverständigenzulassung kann für folgende Sachgebiete erfolgen:

  • Flächenhafte und standortbezogene Erfassung / Historische Erkundung
  • Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden - Gewässer
  • Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden - Pflanze / Vorsorge zur Begrenzung von Stoffeinträgen in den Boden und beim Auf- und Einbringen von Materialien
  • Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden - Mensch
  • Sanierung
  • Gefahrenermittlung, -beurteilung und -abwehr von schädlichen Bodenveränderungen auf Grund von Bodenerosion durch Wasser.

Die Zulassung wird für fünf Jahre erteilt und kann auf Antrag ggf. um jeweils fünf Jahre verlängert werden.

Es müssen regelmäßig Fortbildungsnachweise erbracht werden.

Eine öffentliche Bestellung als Sachverständiger für Altlasten nach § 36 der Gewerbeordnung kann ggf. berücksichtigt werden. Bei entsprechendem Bestellungstenor durchläuft der Antragsteller ein vereinfachtes Zulassungsverfahren.

Sachverständige nach § 18 BBodSchG anderer Bundesländer können auch in Bayern tätig werden (Gleichwertigkeit der länderspezifischen Zulassungsverfahren).

Die Bekanntgabe aller in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Sachverständigen nach § 18 BBodSchG erfolgt in der Internet-Datenbank ReSyMeSa (Recherchesystem Messstellen und Sachverständige).

Voraussetzungen

Als Sachverständige werden nur natürliche Personen zugelassen, die die persönlichen Voraussetzungen erfüllen, die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzen und über die erforderliche gerätetechnische Ausstattung verfügen (§§ 4, 5, 7 in Verb. mit Anl. 1 VSU Boden und Altlasten).

Voraussetzungen sind ferner:
  • ein abgeschlossenes Studium an einer Universität oder Fachhochschule der bei den einzelnen Sachgebieten genannten Fachrichtungen oder eine gleichwertige Qualifikation,
  • eine mindestens fünfjährige praktische Tätigkeit vorzugsweise im Bereich Bodenschutz/Altlasten oder in Umweltbereichen mit engem Bezug zum Bereich Bodenschutz/Altlasten (z.B. Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Abfallwirtschaft), davon eine mindestens dreijährige Tätigkeit, bei der eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen waren, sowie
  • erfolgreiche Teilnahme an geeigneter Fortbildung in den letzten drei Jahren vor der Antragstellung.

Verfahrensablauf

Die Zulassungsstelle (Landesamt für Umwelt, Referat 11) wird bei der Prüfung, ob der Antragsteller die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, von der Gesellschaft zur Altlastensanierung in Bayern (GAB mbH) unterstützt.

Die Überprüfung der Sachkunde erfolgt durch ein berufenes Fachgremium.

Es findet ein abschließendes Fachgespräch (mündliche Abschlussprüfung) statt.

Fristen

keine

Erforderliche Unterlagen

  • Einzureichende Unterlagen siehe "Weiterführende Links"

Kosten

LfU-Verfahrenskosten für die Zulassung zur/m Sachverständigen nach § 18 Bundes-Bodenschutzgesetz:
  • 1.800,00 Euro für die Zulassung je Sachgebiet - zzgl. Reisekosten der externen Gremiumsmitglieder
    (Bei Antragstellung ist je Sachgebiet ein Vorschuss von 185,00 Euro zu entrichten. Bei der Rücknahme eines Zulassungsantrages durch den Antragsteller werden je Sachgebiet jeweils die Kosten verrechnet, die bis zum Zeitpunkt der Antragsrücknahme angefallen sind.)
  • 300,00 Euro für die Verlängerung einer Zulassung (Verlängerungsbescheid).
  • 300,00 Euro für die Ablehnung einer Zulassung (Ablehnungsbescheid).
  • 300,00 Euro bei Widerruf einer Zulassung (Widerrufsbescheid).

Bei einer notwendigen Einschaltung des Fachgremiums fallen ggf. weitere Kosten an.

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

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Stand: 27.09.2017

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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