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Energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe; Information und Beratung

Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe wie Holz, Energiepflanzen und Ernterückstände leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Ziele der Energiepolitik, des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung im Rahmen der Agenda 21.

Description

Nachwachsende Rohstoffe spielen eine zunehmend bedeutsame Rolle für die nachhaltige Energieversorgung. Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen geben neue Impulse zur Deckung der Energienachfrage.

Landkreise und kreisfreie Städte machen Bürgern umfassende Beratungsangebote, z.T. über die Energieagenturen vor Ort. „LandSchafftEnergie“ (landschafftenergie@tfz.bayern.de) ist ein ressortübergreifendes Informations- und Beratungsnetz zur Unterstützung der Energiewende in Bayern. Verschiedene einzelne Maßnahmen zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe können gefördert werden.

Wichtige Regelungen zur energetischen Nutzung nachwachsender Rohstoffe:

  • Strom
    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Marktzugangsvoraussetzungen und die Vergütung, die Betreiber von Windkraft-, Wasserkraft-, Photovoltaik-, Geothermie- und Biomasseanlagen für den Strom erhalten, den sie in das Netz der Energieversorger einspeisen. Die Netzbetreiber sind verpflichtet, den Strom aus Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, abzunehmen und dafür die über Ausschreibungsverfahren ermittelten Preise und festgelegten Vergütungssätze zu gewähren. Bei der Bioenergie ist das EEG besonders für Betreiber von Biogasanlagen und Holzheizkraftwerken von Bedeutung. Welche Stoffe im Anwendungsbereich des EEG als Biomasse anerkannt werden, ist in der Biomasseverordnung geregelt.
  • Wärme
    Das am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (Erneuerbare Energien WärmeGesetz – EEWärmeG) verfolgt das Ziel, unter Wahrung der Wirtschaftlichkeit, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte signifikant zu erhöhen. Eigentümer von neu errichteten Gebäuden sind verpflichtet, anteilig erneuerbare Energieträger zur Deckung des Wärmebedarfs einzusetzen. Je nach Energie – das kann Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme aus Luft bzw. Boden oder Bioenergie sein - muss der Anteil zwischen 15 und 50 Prozent am Energiebedarf betragen. Bei der Verwendung fester Biomasse (Holz) ist z. B. ein Anteil von mindestens 50 Prozent gefordert. Derzeit wird über eine Novellierung der Regelungen im Rahmen des Entwurfs für das Gebäudeenergiegesetz verhandelt. Begleitend werden im Rahmen von Förderprogrammen u.a. Zuschüsse für die Anschaffung von Holz- und Holzpelletheizungen gewährt. Die Zuwendungsanträge sind beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu stellen. Zudem gewährt die KfW Bankengruppe Tilgungszuschüsse, u. a. für den Bau von Wärmeleitungen.
  • Kraftstoffe
    Das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG §§ 37 a-g) regelt die Treibhausgasminderung bei Kraftstoffen. Zur Treibhausgasminderung werden fossilen Kraftstoffen Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen, Bioabfällen und Reststoffen (Biokraftstoffe) beigemischt. Herkömmlicher Dieselkraftstoff enthält z. B. bis zu 7 Prozent Biodiesel. Herkömmlicher Ottokraftstoff enthält bis zu fünf Prozent (Super E5) bzw. bis zu zehn Prozent (E10) Bioethanol. Zudem werden auch Reinkraftstoffe (z. B. Pflanzenöle, Rapsöl) eingesetzt. Der Einsatz von Reinkraftstoffen ist für die Nutzung in herkömmlichen Motoren in der Regel nicht möglich. Die Verbrennungstechnik des Motors muss erst auf die Kraftstoffeigenschaften abgestimmt werden. Die zehnte Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (10. BImSchV) regelt die Beschaffenheit und Qualität der Kraft- und Brennstoffe. Die achtunddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (38. BImSchV) legt weitere Bestimmungen zur Treibhausgasminderung bei Kraftstoffen fest.

 

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Status: 04.05.2020

Responsible for editing: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

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