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Jugendsozialarbeit an Schulen; Beantragung einer Förderung

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) ist eine Maßnahme der Jugendhilfe. Die JaS-Fachkräfte erreichen und unterstützen sozial benachteiligte junge Menschen direkt an der Schule. Durch den Einsatz von JaS-Fachkräften an der Schule erfolgt eine intensive Kooperation von Jugendhilfe und Schule.

Beschreibung

Zweck und Gegenstand

Der Freistaat Bayern unterstützt mit dem Förderprogramm die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Jugendsozialarbeit an Mittelschulen, Förderschulen und Berufsschulen sowie an Grundschulen mit einem Migrantenanteil von mindestens 20 %. In besonders gelagerten Einzelfällen ist Jugendsozialarbeit an Realschulen möglich, sofern aufgrund sozialer Problemlagen ein signifikant erhöhter Jugendhilfebedarf nachgewiesen wird.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind die Träger der öffentlichen Jugendhilfe (Landkreise und kreisfreien Städte) und anerkannte Träger der freien Jugendhilfe, die die JaS durchführen und nicht gleichzeitig Schulträger sind. Kreisangehörige Gemeinden können nur im Fall der Genehmigung vor dem 31. Dezember 2010 und unter der Voraussetzung einer strukturierten Kooperation und Anbindung an den öffentlichen Träger der Jugendhilfe sowie der Benennung eines verantwortlichen, fachlich qualifizierten Ansprechpartners eine Zuwendung erhalten.

Zuwendungsfähige Kosten

Staatlich gefördert werden die Personalkosten der JaS-Fachkraft.

Art und Höhe

Der pauschalierte Zuschuss für eine Vollzeitstelle beträgt 16.360 Euro.

Voraussetzungen

Der Bedarf für den Umfang der Jugendsozialarbeit am jeweiligen Einsatzort muss im Rahmen der Jugendhilfeplanung vom örtlichen Jugendamt festgestellt und vom Jugendhilfeausschuss bestätigt werden. Näheres regelt die Förderrichtlinie.  

Vom Träger der JaS-Maßnahme ist ein Eigenmittelanteil von mindestens 10 Prozent der förderfähigen Kosten einzubringen.

Verfahrensablauf

Ist ein Träger der freien Jugendhilfe mit der Durchführung einer JaS-Maßnahme vom Jugendamt beauftragt worden, hat dieser den vollständigen Antrag mit den erforderlichen Unterlagen beim Jugendamt unterschrieben und in schriftlicher Form einzureichen. Die Vorgaben der Richtlinie zur Förderung der Jugendsozialarbeit an Schulen sind bei der Antragstellung zu beachten.

Das Jugendamt legt die eigenen bzw. die Anträge freier Träger mit einer Stellungnahme zur finanziellen Beteiligung der zuständigen Regierung vor.

Die Regierung legt die richtlinienkonformen Anträge mit einer Priorisierung dem Bayerischen Sozialministerium vor.

Besondere Hinweise

Der Jugendhilfeplanung kommt herausragende Bedeutung zu. Veränderungen der Bedarfseinschätzung (Stellenaufstockungen) bzw. Veränderungen an den Schulen durch Verlagerung von Klassen sind frühzeitig mit dem Jugendamt zu besprechen.

Fristen

Die Antragstellung ist aktuell fortlaufend möglich.

Bearbeitungsdauer

Nach Vorlage des entscheidungsreifen Antrags ist mit einer Bearbeitungsdauer von ca. 3 Monaten bis zum Maßnahmebeginn zu rechnen. Bei Maßnahmebeginn zum Schuljahresanfang ist zeitlich ein längerer Vorlauf einzuplanen.

Erforderliche Unterlagen

  • Kosten- und Finanzierungsplan
  • Konzeption mit Bedarfsanalyse
  • Beschluss des Jugendhilfeausschusses
  • Leistungs- und Stellenbeschreibung
  • Kooperationsvereinbarung

Formulare

  • Vorausfüllbares Formular - Empfängerdaten werden nach der Ortsauswahl eingetragen, bayernweit: Antrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung - Förderprogramm: Förderung von Jugendsozialarbeit an Schulen

    Bitte wählen Sie einen Empfänger:

    • Vorausfüllbares Formular - Empfängerdaten werden nach der Ortsauswahl eingetragen, bayernweit: Regierung von Schwaben - SG 13 - Soziales und Jugend

      Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

    • Vorausfüllbares Formular - Empfängerdaten werden nach der Ortsauswahl eingetragen, bayernweit: Landratsamt Dillingen a.d.Donau - Fachbereich 21 - Jugend und Familie

      Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Verwaltungsgerichtsprozess

Gegen die Entscheidung der Bewilligungsbehörde kann Widerspruch eingelegt werden. Wird dem Widerspruch seitens der Bewilligungsbehörde nicht abgeholfen, kann Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht werden.

Weiterführende Links

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Stand: 07.11.2017

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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