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Ausgleichsabgabe; Bezahlung - BayernPortal

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Ausgleichsabgabe; Bezahlung

Arbeitgeber sind verpflichtet, in bestimmtem Umfang Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Für jeden nicht besetzten Pflichtplatz muss eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden.

Description

Alle Arbeitgeber, die über jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätze verfügen, müssen auf wenigstens 5% (Pflichtquote) der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Arbeitgeber, die ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht nicht erfüllen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Zahlung der Ausgleichsabgabe hebt jedoch nicht die Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen auf.

Die Ausgleichsabgabe beträgt monatlich je unbesetzten Pflichtarbeitsplatz

  • 125,00 € bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote
    von 3 % bis weniger als 5%,
  • 220,00 € bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote
    von 2 % bis weniger als 3 %,
  • 320,00 € bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote
    von weniger als 2 %.

Ausnahmen:
Die Ausgleichsabgabe beträgt

  • 125,00 Euro für Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich
    weniger als 40 zu berücksichtigenden Arbeitsplätzen bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigung von weniger als einem schwerbehinderten Menschen,
  • 125,00 Euro für Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich
    weniger als 60 zu berücksichtigenden Arbeitsplätzen bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigung von weniger als zwei schwerbehinderten Menschen und
    220,00 Euro bei einer jahresdurchschnittlichen Beschäftigung
    von weniger als einem schwerbehinderten Menschen.

Prerequisites

Die Ausgleichsabgabe wird jährlich im Rahmen einer Selbstveranlagung erhoben. Das heißt, jeder Arbeitgeber muss spätestens bis 31.03. die Anzeige gem. § 163 Abs. 2 Sozialgesetzbuch - Neuntes Buch - SGB IX - (Veranlagung für das Vorjahr) erstellen und bei der Arbeitsagentur einreichen.

Die errechnete Ausgleichsabgabe ist gleichzeitig unaufgefordert an die Kasse des örtlich zuständigen Inklusionsamtes zu überweisen (§ 160 Abs. 4 Satz 1 SGB IX).

Der Arbeitgeber hat außerdem gleichzeitig jeweils eine Kopie der Anzeige sowie des Verzeichnisses mit den schwerbehinderten und den gleichgestellten behinderten Beschäftigten jährlich vor dem 01.04. unaufgefordert (§ 163 Abs. 2 Satz 3 SGB IX) dem

  • Betriebsrat/Personalrat, der
  • Schwerbehindertenvertretung und dem
  • Beauftragten des Arbeitgebers zu übermitteln.

Deadlines

Geht die Zahlung nach dem 31.03. ein, muss das Integrationsamt dafür einen Säumniszuschlag erheben. Dieser beträgt 1% des zu zahlenden Betrags je angefangenen Monat.

Online transactions

  • Online transactions, Bavaria-wide: REHADAT-Elan - Elektronische Anzeige nach § 163 Sozialgesetzbuch IX

    REHADAT-Elan ist eine Software, die Arbeitgeber bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe und der Erstellung der Anzeige nach § 163 Abs. 2 SGB IX unterstützt. Um die Anzeige elektronisch zu verschicken, müssen eine Internetverbindung und ein Browser mit einer Verschlüsselungsstärke von 128 bit vorhanden sein. Außerdem muss ein Drucker angeschlossen sein, der den Ausdruck des Versandbelegs ermöglicht.

Forms

  • Form, Bavaria-wide: Formulare zur Ausgleichsabgabe nach § 163 Abs. 2 Sozialgesetzbuch IX

    This form has to be signed and sent to the responsible authority. You can sign the form manually and send it by email/fax or sign the form electronically with your qualified electronic signature an send it by (secure) email. If the responsible authority has set up a De-Mail account, you can also send the form by De-Mail using an sender-confirmed message.

Legal bases

Remedy

Widerspruch gegenüber dem Zentrum Bayern Familie und Soziales oder unmittelbar Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht

Status: 16.10.2019

Responsible for editing: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Responsible for you

 
 

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