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Pfändung von Arbeitseinkommen - BayernPortal

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Pfändung von Arbeitseinkommen

Beschreibung

Bei Arbeitnehmern und Heimarbeitern kann die ihnen zustehende Entgeltforderung aus dem Arbeitsverhältnis und Heimarbeitsverhältnis im Grundsatz gepfändet und dem Vollstreckungsgläubiger zur Einziehung überwiesen werden. Der Vollstreckungsgläubiger hat hierzu in der Regel einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss des Amtsgerichts zu erwirken. Das Arbeitseinkommen bzw. Heimarbeitsentgelt unterliegt jedoch besonderen gesetzlichen Pfändungsschutzvorschriften. Siehe auch Zwangsvollstreckung

Unpfändbar sind u. a. die Hälfte der für Mehrarbeit gezahlten Vergütung, Urlaubsgeld (Urlaub, Gewährung von), soweit es den Rahmen des Üblichen nicht übersteigt, Schmutz- und Erschwerniszulagen, soweit sie den Rahmen des Üblichen nicht übersteigen, sowie Weihnachtsgeld bis zu einem Betrag in Höhe der Hälfte eines Monatseinkommens, höchstens aber 500 €.

Vom Arbeitseinkommen bzw. Heimarbeiterentgelt sind im Rahmen der Vollstreckung wegen gewöhnlicher Geldforderungen grundsätzlich 1.133.80 € netto monatlich, 260,93 € netto wöchentlich bzw. 52,19 € netto täglich pfändungsfrei. Diese Freibeträge erhöhen sich, wenn der Schuldner unterhaltsberechtigten Personen aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung Unterhalt gewährt (Tabelle zu § 850c Zivilprozessordnung) oder in gewissem Umfang mehr als den jeweiligen Freibetrag verdient. Wird wegen nicht erfüllter Unterhaltsansprüche oder wegen einer Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung vollstreckt, gelten geringere Freibeträge.

§§ 829, 835 Zivilprozessordnung, §§ 850 bis 850i Zivilprozessordnung, § 27 Heimarbeitsgesetz

Arbeitgeber; Gewerkschaften; Amtsgerichte (Vollstreckungsgerichte) Beratungshilfe

Rechtsgrundlagen

Stand: 07.12.2017

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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