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Steuerbefreiungen und -erleichterungen für alte Menschen - BayernPortal

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Steuerbefreiungen und -erleichterungen für alte Menschen

Beschreibung

Steuerpflichtige, die ein bestimmtes Alter erreicht haben oder im Hinblick auf ihr Alter besondere Belastungen auf sich nehmen müssen, werden steuerlich entlastet.

Im Einzelnen werden folgende Vergünstigungen bei der Lohn- und Einkommensteuer eingeräumt:

Altersentlastungsbetrag

Ein Altersentlastungsbetrag wird Steuerpflichtigen gewährt, die vor Beginn des Kalenderjahres, in dem sie ihr Einkommen bezogen haben, das 64. Lebensjahr vollendet haben. Bemessungsgrundlage für den Altersentlastungsbetrag ist der Arbeitslohn zuzüglich der positiven Summe der übrigen Einkünfte (ohne Versorgungsbezüge und Leibrenten).Bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten ist der Altersentlastungsbetrag bei jedem Ehegatten, der die altersmäßige Voraussetzung erfüllt und entsprechende Einkünfte hat, zu berücksichtigen. Die Höhe des Altersentlastungsbetrags ist davon abhängig, in welchem Kalenderjahr das 64. Lebensjahr vollendet worden ist. Für Steuerbürger der Geburtsjahrgänge 1940 und früher beträgt der Altersentlastungsbetrag dauerhaft 40 % der Bemessungsgrundlage, höchstens jedoch 1.900 €. Für spätere Geburtsjahrgänge wird der Altersentlastungsbetrag schrittweise abgeschmolzen. So beträgt der Altersentlastungsbetrag

  • für den Geburtsjahrgang 1941 38,4 % der Bemessungsgrundlage, höchstens 1.824 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1942 36,8 %, höchstens 1.748 €, 
  • für den Geburtsjahrgang 1943 35,2 %, höchstens 1.672 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1944 33,6 %, höchstens 1.596 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1945 32,0 %, höchstens 1.520 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1946 30,4 %, höchstens 1.444 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1947 28,8 %, höchstens 1.368 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1948 27,2 %, höchstens 1.292 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1949 25,6 %, höchstens 1.216 €,
  • für den Geburtsjahrgang 1950 24,0 %, höchstens 1.140 €,
  • und für den Geburtsjahrgang 1951 22,4 %, höchstens 1.064 €. 

§ 24a Einkommensteuergesetz

Außergewöhnliche Belastungen

Sie können z.B. vorliegen bei anderweitig nicht abgedeckten Aufwendungen bei Krankheiten, Kuren, bei der Beerdigung von Angehörigen oder Unterbringung in einem Pflegeheim. Die nachgewiesenen Aufwendungen werden vom Finanzamt um die zumutbare Eigenbelastung gekürzt.

§ 33 Einkommensteuergesetz

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

Es kommt eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse in Betracht. Bei einer geringfügigen Beschäftigung im Sinne des § 8a Sozialgesetzbuch IV und Teilnahme am Haushaltsscheckverfahren können 20 % der Aufwendungen, maximal 510 € im Kalenderjahr, unmittelbar von der Einkommensteuer abgezogen werden. Für andere Beschäftigungsverhältnisse kann zusammen mit den Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen eine Steuerermäßigung von 20 % der Aufwendungen, maximal 4.000 € im Kalenderjahr, in Anspruch genommen werden.

§ 35a Absatz 1 und 2 Einkommensteuergesetz

Haushaltsnahe Dienstleistungen

Für die Inanspruchnahme eines selbstständigen Dienstleisters oder einer Dienstleistungsagentur zur Erledigung von haushaltsnahen Dienstleistungen in einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Privathaushalt ermäßigt sich die tarifliche Einkommensteuer auf Antrag um 20 % der Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und andere als im Sinne des § 8a Sozialgesetzbuch IV geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, höchstens 4.000 € im Kalenderjahr, wenn die Aufwendungen nicht Betriebsausgaben oder Werbungskosten darstellen und soweit sie nicht als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden sind. Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen gehören nicht handwerkliche Tätigkeiten, sondern nur Tätigkeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden, wie z.B. Reinigen der Wohnung (z.B. durch Angestellte einer Dienstleistungsagentur oder durch einen selbstständigen Fensterputzer), Pflege von Angehörigen (z.B. durch Inanspruchnahme eines Pflegedienstes), Gartenpflegearbeiten (z.B. Rasenmähen oder Heckenschneiden) und Umzugsdienstleistungen.

Daneben kann zusätzlich für Handwerkerleistungen, für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die in einem inländischen oder in einem der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden, eine Steuerermäßigung von 20 % der Aufwendungen, höchstens 1.200 €, beansprucht werden. Die Steuerermäßigung wird nur auf die Arbeitskosten und nicht auf die Materialkosten gewährt.

§ 35a Absatz 2-5 Einkommensteuergesetz

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Einspruch

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Stand: 01.12.2015

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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