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Vertragsnaturschutzprogramm Wald; Beantragung einer Zuwendung

Das Vertragsnaturschutzprogramm Wald (VNP Wald) honoriert freiwillige Leistungen, die private und körperschaftliche Waldbesitzer (inklusive Rechtler) sowie Träger überbetrieblich durchgeführter Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz im Wald erbringen. Das VNP Wald ist damit ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des Europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sowie des Bayerischen Biodiversitätsprogramms 2030.

Description

Zweck

Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm im Wald werden ökologisch besonders wertvolle Lebensräume und Populationen von bedrohten Arten im Wald gesichert.

Gegenstand

Folgende Maßnahmen werden in einer naturschutzfachlich definierten Gebietskulisse honoriert:

  • Erhalt von Nieder- und Mittelwäldern
  • Erhalt von Biotopbäumen
  • Belassen von Totholz
  • Erhalt von Biberlebensräumen
  • Nutzungsverzicht und Schaffung lichter Waldstrukturen

Bei den Nieder- und Mittelwäldern sichert das VNP Wald die Fortführung der traditionellen Nutzung, die ohne eine finanzielle Unterstützung nicht mehr rentabel durchgeführt werden kann. In diesen zweistufig aufgebauten Bestände wird die Oberschicht (häufig Eiche) als Bauholz genutzt, während in der Unterschicht jeweils eine Teilfläche als Brennholz jährlich genutzt wird. Dadurch entwickeln sich sehr lichte Bestände mit einer immensen Artenfülle. Ebenso wird der Nutzungsverzicht im Sinne der Erhaltung von Biotopbäumen oder das Belassen von Totholz, soweit dies aus naturschutzfachlichen Gründen sinnvoll und erwünscht ist, gefördert.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind

  • private und körperschaftliche Waldbesitzer,
  • Rechtler sowie
  • von Waldbesitzern beauftragte Vereine bzw. Verbände.

Art und Höhe

Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung im Wege der Festbetragsfinanzierung (Kostenpauschalen). Die Maßnahmen werden mit Kostenpauschalen entsprechend der Anlage der Richtlinie über Zuwendungen nach dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm Wald (siehe unter "Rechtsgrundlagen") gefördert.

Prerequisites

Eine Förderung ist möglich, wenn die Maßnahme der naturschutzfachlichen Zielsetzung entspricht und sich die Fläche in folgenden Gebieten befindet:

  • Gebiet des Europäischen Netzes Natura 2000
  • Fläche des bayerischen Biotopverbundes (BayernNetzNatur)
  • naturschutzrechtlich festgelegtes Schutzgebiet (z. B. Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, Naturpark)
  • gesetzlich geschütztes Biotop nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz bzw. Art. 23 des Bayerischen Naturschutzgesetzes
  • Fläche, auf der ein Artenhilfsprojekt durchgeführt wird
  • Lebensraum der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) außerhalb eines Natura 2000-Gebietes
  • Biberlebensraum
  • Stockausschlagswald

Procedure

Vor Antragstellung können Waldbesitzer in einem Beratungsgespräch mit der unteren Naturschutzbehörde klären, ob ihre Waldflächen grundsätzlich geeignet sind und welche Maßnahmen möglich und sinnvoll sind.

Die schriftliche Antragstellung ist in einem jährlich festgesetzten Zeitraum (in der Regel im November des Vorjahres bis 31. März des laufenden Jahres) bei dem für den Betrieb zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten möglich. Hier erhalten Sie auch die Antragsformulare.

Deadlines

Der Antrag ist vor Beginn der Maßnahme einzureichen.

Die Antragstellung muss in der Regel im November des Vorjahres bis 31. März des laufenden Jahres erfolgen.

Required documents

  • ggf. Maßnahmenblatt
  • ggf. Arbeitsplan
  • ggf. Pachtverträge
  • ggf. Einverständniserklärung des Eigentümers bzw. Pächters
  • ggf. weitere Unterlagen

Legal bases

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Status: 26.07.2016

Responsible for editing: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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