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Wärmepumpen und Erdwärmesonden; Anzeige von Bohrungen zur Errichtung

Bohrungen zur Errichtung von Erdwärmesondenanlagen und Grundwasserwärmepumpen müssen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers gegen Verunreinigungen bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde angezeigt werden.

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Ergänzung: Stadt Erlangen

Für Sie zuständig

Stadt Erlangen - Abt. Gewässerschutz

Leistungsdetails

Um Bauherren, Planer, Fachhandwerker und Bohrunternehmen über Erdwärmesonden zu informieren und den Weg zum ordnungsgemäßen Bau einer Anlage aufzeigen, haben die Ministerien für Umwelt und Verbraucherschutz sowie für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gemeinsam mit dem Bundesverband WärmePumpe (BWP) e. V. einen Leitfaden für die Erstellung von Erdwärmesonden für Wärmepumpenanlagen herausgegeben. Neben grundsätzlichen Aussagen zur wasserrechtlichen Beurteilung gibt er Hinweise und Empfehlungen, was bei Erstellung und Betrieb einer Erdwärmesondenanlage zu beachten ist und informiert über nötige Antragsunterlagen.

Der Leitfaden wurde auf Grund technischer Weiterentwicklungen und rechtlicher Änderungen aktualisiert und in einer 4. Auflage neu aufgelegt. Er kann im Internet heruntergeladen (siehe unter "Weiterführende Links") werden.

Bohrungen zur Errichtung von Erdwärmesondenanlagen müssen zum Schutz des Bodens und des Grundwassers gegen Verunreinigungen bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde angezeigt werden.
Reichen die Bohrungen für die Erdwärmesonden bis in das Grundwasser hinein, ist in der Regel eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich.

Ergänzung: Stadt Erlangen

In Wasserschutzgebieten sind Bohrungen und daher auch Erdwärmesonden und Grundwasser-Wärmepumpen-Anlagen in der Regel nicht zulässig. In Einzelfällen lässt sich grundsätzlich die Zulässigkeit in Zone III B oder III/2 über eine Ausnahmegenehmigung von der Schutzgebietsverordnung prüfen. Diese Zone gibt es im Wasserschutzgebiet in der Stadt Erlangen und in den Gemeinden Möhrendorf und Bubenreuth nicht.

Die Bohrung zur Herstellung einer Erdwärmesonde oder Grundwasser-Wärmepumpen-Anlagen ist wie bereits beschrieben in der Regel ein nach § 49 Abs. 1 Satz 1 Wasserhaushaltsgesetz in Verbindung mit Art. 30 Bayerisches Wassergesetz anzuzeigender Erdaufschluss. Neben dieser Anzeige ist eine wasserrechtliche Erlaubnis nach Art. 15 Bayerisches Wassergesetz erforderlich. Es wird daher empfohlen, unmittelbar den Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis zu stellen, der zugleich als Anzeige der Bohrung gilt.

Für Erdwärmesonden oder Grundwasser-Wärmepumpen-Anlagen zur thermischen Nutzung bis einschließlich 50 Kilojoule pro Sekunde außerhalb von Wasserschutzgebieten sowie im Altlastenkataster eingetragenen Altlastenflächen und in oberflächennahes, nicht gespanntes Grundwasser ist ein Gutachten eines privaten Sachverständigen der
Wasserwirtschaft (PSW) zwingend erforderlich.

Bei technischen Fragen und Fragen der Umsetzbarkeit empfiehlt es sich einen privaten Sachverständigen der Wasserwirtschaft (PSW) zu kontaktieren (weitere Informationen und Kontakte finden Sie unter „Weiterführende Links“.

Arbeiten, die so tief in den Boden eindringen, dass sie sich unmittelbar oder mittelbar auf die Bewegung, die Höhe oder die Beschaffenheit des Grundwassers auswirken können, sind der zuständigen Behörde einen Monat vor Beginn der Arbeiten anzuzeigen.

Ist seit der Anzeige ein Monat vergangen, ohne dass eine Einstellungs- oder Beseitigungsanordnung nach § 49 Abs. 3 WHG ergangen ist, können die Arbeiten begonnen und so lange durchgeführt werden, bis auf das Grundwasser eingewirkt wird.

  • Brunnenbohrung; Anzeige
    Wenn Sie einen Brunnen bohren möchten, müssen Sie dies anzeigen.
  • Erdaufschluss; Anzeige

    Wer eine Bohrung durchführt, einen Brunnen baut oder andere Arbeiten durchführt, die so tief in den Boden eindringen, dass sie sich auf das Grundwasser auswirken können, muss diese bei den Behörden anzeigen.

  • Wasserrecht; Beantragung einer Gestattung
    Für jede Einwirkung auf ein Gewässer, die nicht nur von völlig untergeordneter Bedeutung ist, wird eine behördliche Gestattung benötigt.
Stand: 20.07.2023
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz