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Öko-Audit / EMAS-Zertifikat; Registrierung - BayernPortal

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Öko-Audit / EMAS-Zertifikat; Registrierung

Unternehmen, die über ein Umweltmanagementsystem nach der EMAS-Verordnung (EMAS = Eco Audit and Management Scheme) und eine geprüfte Umwelterklärung verfügen, können sich registrieren lassen und erhalten für ihre freiwilligen Umweltleistungen ein EMAS-Zertifikat (Umweltzeichen). Dieses Umweltzeichen darf u. a. auf Briefbögen oder Broschüren des Unternehmens angebracht werden.

Beschreibung

Der Vorteil eines Umweltmanagementsystems liegt zum einen darin, dass Prozesse und Abläufe insbesondere bezüglich des Ressourcenverbrauchs und Abfall/Abwasseranfalls genauer untersucht und damit optimiert werden können, was regelmäßig zur Kosteneinsparung führt. Zum anderen kommen Unternehmen, die nach der EMAS-Verordnung registriert sind, in den Genuss von finanziellen Entlastungen sowie Erleichterungen beim Vollzug des Umweltrechts (z.B. Erleichterungen bei Berichts- und Dokumentationspflichten, Überwachungen oder behördlichen Kontrollen - Stichwort: Deregulierung/Substitution). Bei öffentlichen Ausschreibungen kann als Nachweis für die technische Leistungsfähigkeit auch auf EMAS Bezug genommen werden. Auch bei der Auftragsvergabe privater Unternehmen wird die EMAS-Teilnahme häufig positiv als Beleg für ökologisches Wirtschaften gewertet. EMAS wird sowohl für die steuerliche Entlastung bei der Umsetzung der Energie- und Stromsteuergesetze für den Spitzenausgleich als auch für die besondere Ausgleichsregelung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz anerkannt. Weitere Vorteile können sich bei Versicherungsprämien sowie bei der Kreditvorgabe ergeben. Denn Banken und Versicherungen werten die EMAS-Teilnahme im Rahmen des Ratings als positives Zeichen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit von Umweltschäden reduziert wird.

Um zu einer EMAS-Registrierung zu gelangen, muss das Unternehmen ein betriebliches Umweltmanagementsystem nach der EMAS-Verordnung einrichten und zur Information der Öffentlichkeit über das Umweltmanagementsystem eine sogenannte Umwelterklärung verfassen. Ein externer unabhängiger Umweltgutachter prüft, ob die Angaben in der Umwelterklärung korrekt und die übrigen Voraussetzungen nach der EMAS-Verordnung eingehalten sind. Ist dies der Fall, erklärt er die Umwelterklärung für gültig (sog. Validierung). Die Validierung ist Voraussetzung für die Eintragung in das Standortregister nach der EMAS-Verordnung.

Um kleinen und mittleren Unternehmen die Einführung von EMAS zu erleichtern, wurde im Rahmen des Umweltpakts Bayern der EMAS-Kompass entwickelt. In einem Pilotprojekt wurden kleine Betriebe auf dem Weg zu EMAS Schritt für Schritt begleitet. Die dabei entwickelten und getesteten Arbeitsmaterialien (Handbuch) stehen ebenso wie Erfahrungen und Hilfestellungen aus dem Projekt über ein Video-Blog allen interessierten Betrieben in Bayern kostenlos für die eigenständige Einführung von EMAS zur Verfügung.

Voraussetzungen

Voraussetzung für die Eintragung in das Standortregister sind

  • die Bestätigung eines zugelassenen Umweltgutachters, dass die Anforderungen nach der EMAS-Verordnung eingehalten werden,
  • sowie ein Antrag bei der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (Unternehmen aus Oberfranken bei der IHK in Bayreuth, Unternehmen aus Mittelfranken bei der IHK in Nürnberg) bzw. bei der Handwerkskammer für München und Oberbayern, die in Bayern zuständig für die Registrierung sind.

Fristen

Der Prozess von Eintritt in EMAS bis zur Errichtung eines Umweltmanagementsystems und zum Verfassen einer Umwelterklärung dauert rund ein Jahr. Umwelterklärungen sind nach der Verordnung längstens in einem Abstand von drei Jahren zu erstellen.

Formulare

  • Formular, bayernweit: Antrag auf Eintragung in das EMAS-Register [Dateiformat: pdf]

    Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

Kosten

Kosten fallen an für die Umweltbetriebsprüfung durch den externen Umweltgutachter sowie für die Eintragung in das Standortregister.

 

Zur finanziellen Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen wurde das Bayerische Umweltberatungs- und Auditprogramm (BUBAP) entwickelt.
Aus Mitteln dieses Programms fördert der Freistaat beispielsweise 50 % der externen Beratungs- und Prüfkosten für die Einführung von EMAS.
Informationen hierzu sind beim Infozentrum UmweltWirtschaft (IZU) des Bayerischen Landesamts für Umwelt erhältlich.

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

Stand: 18.04.2017

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

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