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Gesundheitsförderung, Krankheitsverhütung - BayernPortal

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Gesundheitsförderung, Krankheitsverhütung

Description

Die gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, in ihren Satzungen Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken (primäre Prävention) sowie zur Förderung des selbstbestimmten gesundheitsorientierten Handelns der Versicherten (Gesundheitsförderung) vorzusehen. Die Leistungen sollen insbesondere zur Vermeidung sozial bedingter sowie geschlechtsbezogener Ungleichheit von Gesundheitschancen beitragen.

Die Leistungen werden erbracht zur verhaltensbezogenen Prävention, zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten für gesetzlich Krankenversicherte sowie zur betrieblichen Gesundheitsförderung.

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen hat die Aufgabe, den Präventionsauftrag zu konkretisieren. Er bestimmt außerdem die Anforderungen und ein einheitliches Verfahren für die Zertifizierung von Leistungsangeboten durch die Krankenkassen.

Die Krankenkassen und ihre Verbände fördern Selbsthilfegruppen und –kontaktstellen, die sich die Prävention oder Rehabilitation von Versicherten bei bestimmten, in einem Verzeichnis aufgelisteten Krankheitsbildern zum Ziel gesetzt haben, durch Zuschüsse. Bei welchen Krankheitsbildern eine Förderung möglich ist, legt der Spitzenverband Bund der Krankenkassen fest.

Leistungen der primären Prävention umfassen auch Schutzimpfungen. Näheres regelt der Gemeinsame Bundesausschuss in seinen Richtlinien auf der Grundlage der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission.

Im Zusammenwirken mit den Zahnärzten und den für die Zahngesundheitspflege in den Ländern zuständigen Stellen fördern die Krankenkassen Maßnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen ihrer Versicherten, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Sie werden vorrangig in Gruppen, vor allem in Kindergärten und Schulen, durchgeführt und erstrecken sind insbesondere auf die Untersuchung der Mundhöhle, Erhebung des Zahnstatus, Zahnschmelzhärtung, Ernährungsberatung und Mundhygiene. Für Kinder mit besonders hohem Kariesrisiko sind spezielle Programme zu entwickeln (Gruppenprophylaxe). Versicherte, das 6., aber noch nicht das 18. Lebensjahr vollendet haben, können sich zur Verhütung von Zahnerkrankungen einmal in jedem Kalenderhalbjahr zahnärztlich untersuchen lassen (Individualprophylaxe).

Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz haben zur Verhütung von Zahnerkrankungen Anspruch auf Untersuchungs- und Behandlungsleistungen zu Hause oder in einer Einrichtung, wenn sie die Zahnarztpraxis nicht oder nur mit hohem Aufwand besuchen können.

Versicherte haben außerdem Anspruch auf ärztliche Behandlung und Versorgung mit Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmitteln, wenn diese notwendig sind, eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen, einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken oder Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Reichen ambulante Maßnahmen nicht aus, kann die ambulante Vorsorge in anerkannten Kurorten bzw. für Mütter und Väter in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes oder einer gleichartigen Einrichtung (Kuren) erbracht werden.  

§§ 20-23 Sozialgesetzbuch V

Gesetzliche Krankenkassen

www.patientenportal.bayern.de

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Status: 21.12.2015

Responsible for editing: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

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