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Kurzzeit-, Tages- und Nachpflegeeinrichtungen; Beantragung einer Förderung für den demenzgerechten Aus- und Umbau - BayernPortal

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Kurzzeit-, Tages- und Nachpflegeeinrichtungen; Beantragung einer Förderung für den demenzgerechten Aus- und Umbau

Der Freistaat Bayern fördert Maßnahmen zum demenzgerechten Aus- und Umbau von eigenständig betriebenen Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen.

Beschreibung

Zweck

Die Förderung erfolgt zu dem Zweck, ein demenzgerechtes Umfeld in Einrichtungen der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege im Innen- und Außenbereich zu schaffen oder zu verbessern.

Gegenstand

Gegenstand der Förderung ist die demenzgerechte Innen- und Außenraumgestaltung von eigenständig betriebenen Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen. Eine Förderung ist sowohl bei der Errichtung einer neuen wie auch bei baulichen oder gestalterischen Maßnahmen einer bestehenden Einrichtung möglich.

Die Maßnahmen müssen geeignet sein, einem demenzfreundlichen Lebensumfeld im Innen- und Außenbereich gerecht zu werden. Dazu zählen insbesondere:

  • Um die Gefahr von betriebsgefährdenden Beschädigungen durch demenzerkrankte Gäste -mit herausfordernden und unvorhersehbaren Verhaltensweisen zu vermindern,
    • besonders widerstandsfähige Ausführungen der Installationen im sichtbaren Sanitär- und Heizungsbereich,
    • besonders widerwiderstandsfähige Ausführungen fest eingebauter Gemeinschaftswohnküchen einschließlich der erforderlichen Sicherheits- und Geräteausstattung, wie z. B. gewerbliche Gastronomietechnik-Spülmaschinen,
    • besonders widerstandsfähige Ausführungen in den Gewerken Rollladentechnik, sichtbare Elektroinstallation, Fenster- und Türentechnik.
  • Um demenzerkrankten Gästen mit mangelnder Gefahreneinsicht Schutz zu bieten, die Errichtung einer geschützten Grundstückszufahrt mit Orientierungshilfen.
  • Um weglaufgefährdeten Gästen keinen Impuls zum Verlassen der Einrichtung zu geben, Maßnahmen zur unauffälligen Gestaltung des Ausgangs der Einrichtung.
  • Maßnahmen der besonderen Schallhemmung, die für Demenzerkrankte mit Angstzuständen positiv wirken können.
  • Maßnahmen, die der Sichtbarkeit dienen und die Orientierung unterstützen, wie z. B. kontrastierende, blendfreie Farbgestaltungen und Beschilderungen an Wänden sowie demenzfreundliche Lichtkonzepte.
  • Maßnahmen, die der Vermeidung visueller Barrieren dienen, z. B. demenzgerechte reflexionsfreie Bodenbeläge ohne Wechsel der Bodenstruktur.
  • Maßnahmen aus dem Bereich der intelligenten Assistenzsysteme, wie z. B. fest montierte sensorische Raumüberwachungen.
  • Maßnahmen, die in kontrastierender Weise im Außenbereich dem besonderen Bewegungsdrang und der motorischen Unruhe demenzerkrankter Gäste dienen können, wie z. B. "Wanderwege" mit Sinnesanregungen oder Außenkorridore als Endlosschlaufe.
  • Maßnahmen, die der Sinnesanregung und der sozialen Erlebbarkeit dienen, soweit eine feste Verbindung mit der Gebäude- oder Außenstruktur hergestellt wird, wie z. B. haptische Fühlkästen oder audiovisuelle Klangspiele und interaktive Kunstobjekte in so genannten Sinnesgärten.
  • Maßnahmen, die geeignet sind, ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln, wie z. B. Gartenlauben, im Gegensatz zu ungegliederten Strukturen, die das Gefühl der Verlorenheit verstärken können.
  • Installation von besonders widerstandsfähigem Gartenmobiliar, soweit dieses eine feste Verbindung mit dem Erdreich aufweist.

Zuwendungsempfänger

Zuwendungsempfänger sind Vorhabenträger von eigenständig betriebenen Einrichtungen der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege, die einen Versorgungsvertrag nach den §§ 72 ff. SGB XI geschlossen haben oder schließen werden.

Zuwendungsfähige Kosten

Zuwendungsfähig sind Ausgaben, die für die Neuerrichtung oder den Aus- und Umbau einer demenzgerechten Einrichtung der Kurzzeit-, Tages- oder Nachtpflege anfallen. Auch Ausgaben für die entsprechenden Planungsleistungen sind zuwendungsfähig.

Art, Höhe und Dauer der Zuwendung

Die Zuwendung erfolgt als Anteilfinanzierung im Rahmen einer Projektförderung. Der Bewilligungszeitraum umfasst höchstens 24 Monate. Die Zuwendung beträgt je Projekt maximal 75.000 Euro, höchstens 90 % der erforderlichen zuwendungsfähigen Ausgaben.

Verfahrensablauf

Der Antrag ist schriftlich bei der örtlich zuständigen Regierung einzureichen. Die Regierung prüft und entscheidet über den Antrag.

Besondere Hinweise

Zuwendungen werden nur für solche Vorhaben bewilligt, die noch nicht begonnen worden sind. Vor Abschluss des Antragsverfahrens dürfen daher keine Verträge (z. B. Kaufvertrag, Arbeitsvertrag) geschlossen werden.

Fristen

Bei der Antragstellung sind keine Fristen zu beachten, siehe jedoch Abschnitt "Besondere Hinweise".

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungsdauer ist abhängig von der Anzahl der eingegangenen Anträge. Es ist mit einer Bearbeitungsdauer von mindestens 3 Monaten zu rechnen.

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis eines bestehenden oder in Aussicht gestellten Versorgungsvertrages mit den Pflegekassen nach §§ 72 ff. SGB XI
  • Gesamtkonzept

    über das nach Abschluss der Maßnahme geplante Pflege- und Betreuungsangebotes für demenzerkrankte Gäste

  • Bericht

    mit der Erläuterung der baufachlichen Umsetzung

  • Kostenschätzung

Formulare

  • Formular, bayernweit: Antrag auf Bewilligung einer staatlichen Zuwendung nach der Förderrichtlinie Pflege (WoLeRaF) für ambulant betreute Wohngemeinschaften [Dateiformat: doc]

    Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

  • Formular, bayernweit: Verwendungsnachweis [Dateiformat: doc]

    Dieses Formular müssen Sie mit Ihrer Unterschrift bei der zuständigen Stelle einreichen. Sie können es entweder handschriftlich unterschrieben per Post bzw. Fax an die zuständige Stelle übermitteln oder mit Ihrer qualifizierten elektronischen Signatur per (verschlüsselter) E-Mail. Sofern die zuständige Stelle über eine De-Mail-Adresse verfügt, können Sie das Formular auch über Ihr De-Mail-Konto als absenderbestätigte Nachricht versenden.

Kosten

keine

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Verwaltungsgerichtsprozess

Gegen den Bescheid kann innerhalb eines Monats nach seiner Bekanntgabe Klage beim örtlich zuständigen Verwaltungsgericht eingereicht werden.

Weiterführende Links

Stand: 31.05.2017

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Für Sie zuständig

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