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Zertifizierungsdiensteanbieter; Akkreditierung - BayernPortal

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Zertifizierungsdiensteanbieter; Akkreditierung

Zertifizierungsdiensteanbieter können sich auf Antrag freiwillig von der zuständigen Behörde akkreditieren lassen, wenn Sie nachweisen, dass die Vorschriften nach dem Signaturgesetz und der Signaturverordnung erfüllt sind.

Beschreibung

Zertifizierungsdiensteanbieter stellen qualifizierte Zertifikate oder qualifizierte Zeitstempel im Sinne des Signaturgesetzes aus.

Akkreditierte Zertifizierungsdiensteanbieter erhalten ein Gütezeichen von der Bundesnetzagentur. Sie dürfen sich als akkreditierte Zertifizierungsanbieter bezeichnen und sich im Rechts- und Geschäftsverkehr auf die nachgewiesene Sicherheit berufen.

Hinweis: Der Antrag auf freiwillige Akkreditierung gilt gleichzeitig auch als Anzeige des Betriebs eines Zertifizierungsdienstes, wenn die im Signaturgesetz und der Signaturverordnung genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Verfahrensablauf

Wenden Sie sich frühzeitig an eine Prüf- und Bestätigungsstelle. Diese kann Sie beispielsweise schon vorab bei Ihren Fragen beraten. Lassen Sie die Erfüllung der Voraussetzungen von ihr prüfen und bestätigen. Die Prüf- und Beratungsstelle kann frei aus der Liste der durch die  Bundesnetzagentur enerkannten Prüf- und Bestätigungsstellen gewählt werden (siehe "Weiterführende Links").

Nachdem die Erfüllung der Voraussetzungen durch eine Prüf- und Bestätigungsstelle geprüft und bestätigt wurde, müssen Sie den Antrag auf Akkreditierung schriftlich oder mittels eines mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehenen elektronischen Dokuments bei der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen stellen. Er muss Namen und Anschrift des Zertifizierungsdiensteanbieters sowie die Namen der gesetzlichen Vertreter enthalten.

Voraussetzungen

Einen Zertifizierungsdienst darf nur betreiben, wer die für den Betreib erforderliche

  • Zuverlässigkeit
  • Fachkunde und
  • Deckungsvorsorge besitzt.

Zusätzlich muss ein auf Eignung und praktische Umsetzung geprüftes und bestätigtes Sicherheitskonzept vorgelegt werden.

Zudem muss gewährleistet werden, dass die Anforderungen gem. Signaturgesetz und Signaturverordnung in folgenden Bereichen erfüllt werden:

  • Erfüllung der Pflichten von Zertifizierungsanbietern
  • Ausgestaltung des Inhalts von qualifizierten Zertifikaten
  • Gültigkeitsdauer von qualifizierten Zertifikaten

Fristen

keine

Erforderliche Unterlagen

  • Führungszeugnis
  • aktueller Handelsregisterauszug

    oder eine vergleichbare Unterlage oder ein Dokument eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, das eine gleichwertige Funktion hat oder aus dem hervorgeht, dass die betreffende Anforderung erfüllt ist

  • Nachweise über die erforderliche technische, administrative und juristische Fachkunde
  • Nachweis der Deckungsvorsorge (Haftpflichtversicherung o.ä.)
  • Prüf- und Bestätigungsbericht der Prüf- und Bestätigungsstelle
  • Sicherheitskonzept

    Sicherheitskonzept mit folgendem Inhalt:

    • Beschreibung aller erforderlichen technischen, baulichen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen und der Eignung.
    • Übersicht über die eingesetzten Produkte für qualifizierte elektronische Signaturen mit entsprechenden Bestätigungen nach dem Signaturgesetz.
    • Übersicht über die Aufbau- und Ablauforganisation sowie über die Zertifizierungstätigkeit.
    • Vorkehrungen und Maßnahmen zur Sicherstellung und Aufrechterhaltung des Betriebes, insbesondere bei Notfällen.
    • Verfahren zur Beurteilung und Sicherstellung der Zuverlässigkeit des eingesetzten Personals.
    • Abschätzung und Bewertung verbleibender Sicherheitsrisiken.

  • ggf. Nachweis der Übertragung an Dritte

    ggf. Nachweis der Übertragung von Aufgaben nach dem Signaturgesetz und der Signaturverordnung an Dritte.

Kosten

Es werden Gebühren erhoben, deren Höhe sich nach dem Zeitaufwand richtet. Zudem werden Auslagen erhoben.

Rechtsgrundlagen

Weiterführende Links

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Stand: 14.01.2016

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

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