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Apotheker/Apothekerin; Beantragung einer Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Apothekerberufs - BayernPortal

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Apotheker/Apothekerin; Beantragung einer Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Apothekerberufs

Sie benötigen die Erlaubnis, wenn Sie den Beruf des Apothekers in der Bundesrepublik Deutschland ohne Approbation ausüben wollen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn Sie Ihre Ausbildung im Ausland abgeschlossen haben und die Feststellung der Gleichwertigkeit Ihres Ausbildungsstandes im Rahmen eines Approbationsverfahrens noch aussteht.

Beschreibung

Wenn Sie in der Bundesrepublik Deutschland den Beruf des Apothekers ausüben möchten, benötigen Sie im Regelfall die Approbation als Apotheker. Wenn Sie Sie Ihre Ausbildung nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum  oder der Schweiz abgeschlossen haben, kann Ihnen auf Antrag auch eine Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Apothekerberufs erteilt werden. Die Erlaubnis kann auf bestimmte Tätigkeiten und Beschäftigungsstellen beschränkt werden. Sie darf nur widerruflich und nur bis zu einer Gesamtdauer von höchstens zwei Jahren erteilt werden. In Ausnahmefällen kann die Erlaubnis über diesen Zeitraum hinaus verlängert werden. Zuständig für die Erteilung der Erlaubnis sind in Bayern die Regierung von Oberbayern und die Regierung von Unterfranken. Die Regierung von Oberbayern ist zuständig, wenn Sie den Apothekerberuf in den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz oder Schwaben ausüben möchten. Die Regierung von Unterfranken ist zuständig, wenn Sie den Apothekerberuf in den Regierungsbezirken Ober-, Mittel- oder Unterfranken ausüben möchten.

Wenn Sie Ihre Ausbildung in einem EU-/EWR-Staat oder der Schweiz abgeschlossen haben, wird Ihnen eine Erlaubnis in der Regel nicht erteilt. Stattdessen ist sogleich die Approbation zu beantragen. Eine Ausnahme gilt, wenn im Hinblick auf die beabsichtigte Ausübung des Apothekerberufs ein besonderes Interesse an der Erteilung der Erlaubnis besteht.

In bestimmten Fällen können Staatsangehörige eines EU-/EWR-Staates oder der Schweiz den Apothekerberuf in der Bundesrepublik Deutschland auch ohne Approbation oder ohne Erlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Apothekerberufs ausüben, sofern sie vorübergehend und gelegentlich als Erbringer von Dienstleistungen im Sinne des Artikels 50 des EG-Vertrages tätig werden. Sie unterliegen jedoch einer Meldepflicht. Ob Sie eine Erlaubnis benötigen, teilen Ihnen – entsprechend der oben beschriebenen Zuständigkeitsverteilung – die Regierung von Oberbayern und die Regierung von Unterfranken mit.

Voraussetzungen

Grundsätzlich wichtigste Voraussetzung ist,
dass Sie eine vollständige, abgeschlossene Ausbildung als Apotheker nach dem Recht des Staates, in dem Sie die Ausbildung erworben haben, nachweisen können.

Weitere Voraussetzungen sind:

1. Zuverlässigkeit:
Sie dürfen sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht haben, aus dem sich Ihre Unwürdigkeit oder Unzuverlässigkeit zur Ausübung des Apothekerberufs ergibt.

2. Gesundheitliche Eignung:
Sie dürfen nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Ausübung des Apothekerberufs unfähig oder ungeeignet sein.

3. Qualifikation:
Sie müssen eine in Deutschland oder im Ausland abgeschlossene Apothekerausbildung sowie ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen.

4. Sprachkenntnisse:
Sie haben Sprachkenntnisse auf Stufe B2 des Europäischen Referenzrahmens nachzuweisen.

Besondere Hinweise

 

Fristen

Es sind keine Fristen einzuhalten.

Erforderliche Unterlagen

  • Nachweis über die abgeschlossene Apothekerausbildung
  • Führungszeugnis

    Nachweis über Ihre Straffreiheit, der nicht älter als 3 Monate sein darf

  • Ärztliche Bescheinigung

    keine medizinischen Anhaltspunkte im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 3 der Bundes-Apothekerordnung, die einer ordnungsgemäßen Ausübung des Apothekerberufs entgegenstehen

  • Zertifikat eines anerkannten Spracheninstituts

    über Sprachkenntnisse auf Stufe B2 des Europäischen Referenzrahmens oder ein vergleichbarer Nachweis

Kosten

Die Kosten sind abhängig von der Geltungsdauer. Je angefangenes Halbjahr werden 50 € berechnet.

Rechtsgrundlagen

Rechtsbehelf

Verwaltungsgerichtsprozess

verwaltungsgerichtliche Klage

Weiterführende Links

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Stand: 10.02.2016

Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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